Paperback Writers

Mauern der Einsamkeit



Mit blutigen Fingern
Versuch ich die
Mauern der Einsamkeit
Zu überwinden

Bemühe mich
Gebe mein letztes Hemd
Um an die Außenwelt
Zu gelangen

Und wenn ich es
Schaffe
Einen kurzen Blick
Auf die andere Seite
Zu Erhaschen
So ist er doch
Nur ein Tropfen
Auf den heißen Stein

Kann mein Verlangen
Nicht Stillen
An dem teilzuhaben
Was mir verwehrt bleibt

Die Menschen sehen mich
Lächeln mich an
Sprechen mit mir
Doch wenn sie vorübergehen
Bin ich aus ihren
Gedanken
Wie aus dem Gedächtnis
Gewischt
Ein Phantom in Grau
Aus den Köpfen
Verbannt

Dann rutsch ich hinab
Die Mauer
An der mir die Nägel
Zersplittern
Bin wieder allein
Wein ein, zwei Tränen
Doch niemand sieht es
Denn niemand versucht
Herauszufinden
Was sich verbirgt
Hinter den
Mauern der Einsamkeit



Ochrasy
11.1.10 21:42
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Umbrella / Website (11.1.10 21:48)
Bin beeindruckt. (:

Kann mein Verlangen
Nicht Stillen
An dem teilzuhaben
Was mir verwehrt bleibt

Die Stelle gefällt mir besonders. Da hört sich die Einsamkeit wie eine... Krankheit an.

<3


Cally (11.1.10 21:53)
Wie schon gesagt, ich finde es sehr schön. Das dramatische, bedrückende hast du wunderbar rübergebracht.
<3

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen


Gratis bloggen bei
myblog.de

Startseite Gästebuch Archiv Abonnieren
"Schreiben ist das Dampfventil der Seele."
(Hermann Lahm)

Was ist PBW? Die Schreiber
"Es gibt Leute, die nachdenken, um zu schreiben. Wieder andere schreiben, um nicht nachdenken zu müssen."
(Charles Joseph Fürst von Ligne)


nach Genre


Scraps/Ideen Kurzgeschichten Projekte Lyrik

nach Autor


Cally Ochrasy Umbrella