Paperback Writers

Die Tänzerin



Inspiriert von Ochrasys 'Du tanzt'. Es wirkt ein wenig konfus, weil ich am Anfang noch nicht wusste, worauf ich hinaus will. Es schrieb sich wie von selbst, als ich 'Du tanzt' gelesen hatte.

Sie tanzt. Ihre Füße sind nackt. Die Musik ist aus. Im Takt einer Melodie, die ich nicht hören kann, stampft sie mit den nackten Füßen auf den Boden. Ihre Fußnägel sind pink lackiert. Sie wirft ihren Oberkörper nach vorne. Ihr hellbraunes Haar ist lang und wellig. In wilden Strähnen fällt es ihr ins Gesicht, klebt an ihrer geröteten Wange. Mit einer wilden Bewegung, der perfekten Symbiose aus Kraft und Eleganz, drückt sie den Rücken durch. Sie schleudert ihre Mähne nach hinten, wirft den Kopf in den Nacken. Die Haare liegen auf ihrer Brust, fallen sanft über ihre Kurven. Ihr Oberkörper biegt sich, vollführt Bewegungen, so leicht und schön, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Anmutig wirft sie die Arme in die Luft und dreht sich im Kreis. Immer wieder. Die Pirouetten sind nicht perfekt, zu schnell und zu unsauber. Aber sie dreht sich weiter. Ihre Augen sind geschlossen, sie hat sich ganz der Musik in ihrem Kopf hingegeben. Auf ihren Lippen liegt ein Lächeln, ein leichtes, schüchternes Lächeln. Sie geht ein wenig in die Knie, dreht sich weiter, wie eine Eiskunstläuferin. Als sie sich aufrichtet, wackelt sie mit den Hüften, lässt sie kreisen. Ihre Finger schnippen zu ihrer Melodie, manchmal schlägt sie mit den Handflächen leicht gegen ihren Oberschenkel. Sie ist verloren in ihren Bewegungen, wie gefangen in dem, was sie tut. Und sie tut es so wunderschön. Ihr Lied verklingt langsam. Ich kann es sehen. Ihre Hüften kreisen gemächlich aus, bis sie sie nur noch sanft hin und her wiegt. Mit zitternden Händen hebt sie die Arme über ihren Kopf. Dort verharren sie einige Sekunden regungslos. Dann lässt sie sie sinken, sie streicht über ihre Seiten, ihre Hüfte, dann lässt sie ihre Finger still auf ihren Oberschenkeln zum Ruhen kommen. Sie atmet tief ein, ihr Brustkorb hebt sich, füllt sich mit Luft, die sie kurz anhält und schließlich langsam wieder ausstößt. Erst dann öffnet sie die Augen. Sieht in die Gesichter vor ihr. Auch in meines. Sie sollte eigentlich für uns tanzen, für die Juroren. Um uns zu beeindrucken. Aber ich weiß, dass sie das nicht getan hat. Sie hat für sich getanzt. Wir stehen auf, wir alle, und wir klatschen. Ich höre es hundertmal in meinen Ohren wiederhallen. Sie nicht. Sie sieht nur, wie wir die Hände gegeneinander schlagen, aber sie hört nichts. Sie ist taub. Aber sie tanzt. Und wie sie tanzt.

Cally
15.11.11 20:55


Je perds mon souffle quand tu t'en vas



Es ist ein sanfter, liebevoller Kuss, aber gleichzeitig von einer beinahe schmerzhaften Intensität, die Amy erschauern lässt. ‚Bittersüß‘, fährt es ihr unwillkürlich durch den Kopf, ‚genau so schmeckt ein Abschiedskuss‘.
Hanks Lippen lösen sich langsam von ihren und Amy krallt die Hände in den Kragen seiner Jacke, damit er sie nicht los lässt. Ein unzufriedenes Seufzen bahnt sich ihre Kehle hinauf und sie drückt ihre Stirn gegen seinen Oberkörper, um es zu ersticken, wohlwissend, dass es sein schlechtes Gewissen nur verstärken würde. Ein letztes Mal verstärkt Hank den Druck seiner Arme um ihre Taille, zieht sie an sich, das Gesicht in ihrem Haar vergraben, klingt seine Stimme gedämpft: „Gott, ich werde dich so vermissen!“
Amy atmet tief ein, sie kann nicht genug von seinem Geruch bekommen. Ananas-Shampoo, seine Jacke, die noch von gestern nach teurem Tabak riecht, Zartbitterschokolade, seine Lieblingssorte, und ein Hauch Zitrone von seinem Aftershave. Sein Duft raubt ihr jedes Mal aufs Neue den Verstand.
Nur widerwillig löst sie ihre verkrampften Finger von ihm und Hank greift nach seiner Tasche. Um sie herum brechen alle in Tränen aus, verabschieden sich von ihren Liebsten. Und auch Amy muss sich bemühen, um das verräterische Glitzern aus ihren Augen zu blinzeln, das sie auch bei Hank erkennen kann. Amy greift nach seiner Hand und drückt, sie ist rau und viel größer als ihre eigene. Er streicht über den schmalen goldenen Reif an ihrem linken Ringfinger und beide müssen lächeln.
„Ich liebe dich“
„Ich dich auch“
„Wir sehen uns in drei Wochen. Vergiss nicht, dass du das Wichtigste auf der Welt für mich bist“ Über seine wunderschönen Lippen huscht das einzigartige, bezaubernde Grinsen, das nur er grinsen kann. Eine angenehme Wärme bereitet sich in ihrem Bauch aus. „Ich werde dich vermissen“, flüstert sie so leise, dass nur er es hören kann. Langsam geht er rückwärts, durch die Glastür in Richtung seines Gates, jeder Finger lockert sich einzeln von ihren, und als ihre Hände sich trennen, verschwindet die Wärme und macht einer eisigen Kälte Platz.
Ihr stockt der Atem, wie immer, wenn er geht. Hank verschwindet durch die Tür, seine Schritte verhallen langsam und Amy bekommt keine Luft mehr. Ihr Hals schnürt sich schmerzhaft zu und die Tränen, die sie vorhin zurückgehalten hat, rinnen ihre Wangen herab. Aus dem heiseren Schluchzen wird ein ersticktes Husten, dann ein leises Wimmern.
Mit hängenden Schultern verlässt sie den Flughafen, noch immer ist der Tränenstrom nicht vollständig versiegt. Drei Wochen, nur drei Wochen, redet sie sich ein. Drei Wochen, in denen sie nicht normal wird atmen können. Bis er wieder bei ihr ist.
Amy steigt ins Auto und fährt nach Hause. Unterwegs kauft sie sich eine Tafel Schokolade. Zartbitter. Bittersüß.

Cally
Jet Lag - Simple Plan feat. Marie Mai
1.10.11 20:07


Home Is Where The Heart Is 2



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„Naja, sieh dich erstmal in Ruhe um. Ich sage dir Bescheid, wenn es Abendessen gibt, ja?“
„Okay“, erwidere ich mit belegter Stimme, dann schließt er die Tür hinter sich.
Nicht zu fassen, dass dieser naive Grobmotoriker mein Vater ist.

„Ich bin in der Hölle…“, seufze ich verzweifelt und lasse mich auf das Bett mit der Blümchendecke fallen. Die Matratze gibt ein ächzendes Geräusch von sich. Die Vertonung meines momentanen Innenlebens.
Mit einem kräftigen Beinschlenker entledige ich mich erst meines rechten, dann meines linken Schuhs. Seit ich die Schuhe in meinem Lieblingsschuhladen entdeckt habe, trage ich kaum noch andere. Ist doch schließlich praktisch, sie ausziehen zu können, ohne die Hände zu benutzen.
Und da liege ich nun und starre an die Decke, die zu allem Überfluss mit lauter Sternchen-Leuchtaufklebern verschönert worden ist, wie ich auf den zweiten Blick erkennen muss. Wie kommen bitteschön diese Sticker an die Decke? Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemals ein Kind freiwillig in diesem Zimmer gelebt hat, und genauso wenig kann ich mir vorstellen, wie mein Erzeuger fröhlich summend Aufkleber an der Decke verteilt, um mir eine Freude zu machen. Oder damit ich im Dunkeln keine Angst bekomme.
Eine Deckenlampe gibt es nicht. Bloß eine alte Funzel auf dem Tisch unter dem Fenster. Irgendwo tickt eine Uhr, aber ich kann keine entdecken.
Schwerfällig richte ich mich wieder auf und gehe zum Fenster hinüber. Fenster geputzt hat er anscheinend nicht. Nicht, dass ich Wert darauf lege.
Wenn ich rausschaue, sehe ich nichts außer Weiß. Weiß, weiß und nochmal weiß. Ich bin definitiv der Sommertyp, deshalb kann ich dem Schnee dort draußen wenig abgewinnen. Schnee ist kalt, nass und … kalt. Ich denke, das sind genug Argumente, ihn nicht zu mögen.
Na gut, ich sehe Weiß und ein paar verschneite Dächer. Wenn ich den Kopf fast an die kalte Scheibe lege, entdecke ich in weiter Ferne einen Kirchturm. Anscheinend habe ich den Blick zur Straße erwischt.
Auch wenn das in diesem Kaff absolut keinen Unterschied macht ob Straße oder tiefste Wildnis. Ich habe nämlich nicht das Gefühl, dass Groß Heederfeld, der Name spricht für sich, ein beliebtes Reiseziel ist. Ob es auch Klein Heederfeld gibt? Unmöglich, ein kleineres Kuhdorf als dieses hier kann gar nicht existieren.

Mir wird kotzübel, wenn ich überlege, wie viel Zeit ich auf diesem zivilisationsfernen Stück Erde verbringen muss. Bis zu meinem achtzehnten Geburtstag sind es noch ganze acht Monate und drei Tage, also 243 Tage, wenn man von 30 Tagen im Monat ausgeht. Das macht 5832 Stunden. 349920 Minuten. 20995200 Sekunden. – Das werde ich nicht überleben!

Ich muss mir dringend eine Überlebenstaktik überlegen. Knackis lernen oft Sprachen, habe ich gehört. Luther hat die Bibel übersetzt. Bonhoeffer hat Gedichte geschrieben. Leider kommt für mich nichts davon in Frage.
Ich könnte mich einfach in dieses knarrende Bett legen und für die nächsten 243 Tage nicht mehr aufstehen. Das würde aber mit Sicherheit üble Thrombose geben. Muss nicht sein.
Aber irgendwie muss ich bei Verstand bleiben in diesem Nest.

Zögerlich öffne ich eine meiner Taschen. Was ich suche, liegt zum Glück ganz oben, eingepackt in Luftpolsterfolie und Backpapier. Fast bedächtig hole ich es heraus und lege es aufs Bett, bevor ich mit dem Auspacken beginne.
Als ich das letzte Stück Folie entfernt habe, lachen mich glückliche Gesichter an. Ein Foto aus unserem Italienurlaub letztes Jahr. Mann, das war ein Sommer. Darunter noch ein Foto aus dem gleichen Urlaub, hier sehe ich allerdings schon ein wenig angeschlagen aus. Ich erinnere mich noch erschreckend genau, wie ich Ralf, unserem Betreuer, in dieser Nacht fast vor die Füße gekotzt hätte. Keine besonders angenehme Erinnerung, doch jetzt gerade wäre ich liebend gern wieder dort.
Ein anderes Bild zeigt Max in einem geblümten Kleid seiner Mutter. Ich muss grinsen. Da war diese Wette, die er gegen mich verloren hat…
Max und sein Lieblingsnachthemd!, steht neben dem Bild mit einem Smiley dahinter.
Aus meinem Grinsen werden plötzlich feuchte Augen. Schnell wende ich mich ab. Das ist doch jetzt wirklich kein Grund, sentimental zu werden! Dann sehe ich meine Freunde eben ein paar Monate nicht, dann feiern sie eben ohne mich Silvester am Brandenburger Tor und machen Kreuzberg ohne mich unsicher. Gar kein Problem. Nächsten Sommer bin ich ja wieder zurück.
Scheiße, ist das eine Träne? Ich wische sie schnell mit dem Ärmel weg. Das fehlt mir auch noch, dass dieser Grizzlybär mit Strickmütze raufkommt und mich heulend neben dem Bett sitzen sieht. Ich bedecke die Collage schnell wieder mit Backpapier, sonst kann ich mich nicht mehr zurückhalten. Seufzend nehme ich mir fest vor, meine Abschiedsgeschenke so schnell nicht wieder aus der Tasche zu holen.

Unschlüssig stehe ich nun inmitten der vollgestopften sieben Quadratmeter und versuche, eine nahende Depression zu verhindern. Zu gerne würde ich Mama dafür hassen, dass sie mich in dieses Kaff geschickt hat, zu diesem bärtigen Holzfäller, in dieses Erdloch mit dem knarrenden Bett, aber ich kann nicht, weil es nicht fair wäre. Sie ist nicht Schuld. Genauso wenig wie ich oder sogar mein besagter Erzeuger. Ich kann es nicht ausstehen, wenn niemand Schuld ist. Es wäre in diesem Moment einfacher, an Schicksal zu glauben, oder an Gott, nur um einen Sündenbock zu haben, doch leider bin ich in jeder Hinsicht ungläubig.
Die verhasste Traurigkeit verwandelt sich in Resignation. Erst jetzt, als ich die dunkle Raufasertapete und die Leuchtsterne an der Decke noch einmal begutachte, merke ich, dass ich erschöpft von der langen Fahrt im Zug und schließlich im unbequemen Taxi bin. In der letzten Nacht habe ich nach einer langen Abschieds-Kreuzberg-Tour mit Max und den anderen kein Auge mehr zubekommen. Jetzt überrollt mich die Müdigkeit wie eine Riesenwelle.

[...]


Umbrella
24.7.11 19:41


Everlasting scars



There you stand with your dusty face
Stumbling towards me, up for a sweet embrace
With tears on your cheeks, you ran down the whole road
Drenched in mud and sweat, still wearing your brown coat

Bloody limbs lying all over the streets
A dead child, wrapped in filthy sheets
The continuous shots echoing in my ear
And in their faces you can still see the fear

Broken furniture between burnt out cars
In our minds remain the everlasting scars
Empty eyes, moaning mouthes, everywhere I look
They ripped holes, by the men, they for ever took

Crying, screaming, rampaging – your words can't find an end
Telling stories you experienced, my brain can hardly stand
Above both of us croaks a single crow
I hold you in my arms and whisper: “Hush, it's over now.“

Ochrasy
1.5.11 23:12


Es ist nie zu spät



Du hast schon immer gesagt, dass du hier weggehen willst. Wohin wusstest du noch nicht so genau, aber weg. Früher wolltest du mal nach Berlin. Dann nach Schweden, eine konkrete Stadt hast du mir nie genannt, wahrscheinlich, weil du keine kanntest. Irgendwann hast du auch mal über New York nachgedacht, aber nur kurz, da wollten schließlich alle hin und du bist ja was Besonderes. Kurz vor der zehnten Klasse hast du auch mal was über Nairobi gefaselt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass du nicht mal genau weißt, auf welchem Kontinent das liegt. Als wir in Erdkunde China behandelt haben, wolltest du da unbedingt hin und wegen Englisch musste es auf jeden Fall Australien sein. Später haben wir in Geschichte über Italien geredet und du hast wieder angefangen zu träumen.
Ja, träumen. Denn obwohl du so dringend weg wolltest, bist du irgendwie immer hier geblieben. Du wolltest weg, weg von den Kuhherden, den Dorfdiskos, die nur bis 22 Uhr gingen, weg von den Rosentapeten, Zierdeckchen, Gartenzwerge, weg vom Schützenverein, vom Fußballverein, der eh immer nur in der Regionalliga spielen würde, egal wie sehr du dich ins Zeug legst. Das ganze Dorfleben, die Idylle, die deine Eltern so fantastisch gefunden haben, hat dich mächtig angekotzt. Schon immer.
Von klein auf warst du der Dorfrebell. Du hast mir Punkrock, die Simpsons und Cola-Korn gezeigt und mir Kiffen und ordentlichen Bundesligafußball beigebracht. Als du deinen Führerschein hattest, bist du mit mir Autobahn gefahren, mit keinem Ziel, einfach das Gefühl haben, frei zu sein. Es hat mir gefallen, aber für mich war es immer ein Spiel. Ich hab eigentlich gewusst, dass ich hier nie wegkommen würde, wozu auch. Hier waren meine Freunde, meine Familie, mein Schützenverein und mein Fußballclub. Auch wenn du es gehasst hast, es war mein zuhause, ich kannte und wollte es nicht anders, nie. Sogar die Rosentapeten, Zierdeckchen und die blöden Gartenzwerge mochte ich, sie waren Geborgenheit für mich. Und für dich ein Alptraum.
Ich glaube, eigentlich hätte ich all diese Wünsche und Sehnsüchte auch haben müssen, nicht bloß du. Auch ich hätte genervt sein müssen von den Kühen und dem öden Nichtstun. Aber ich war es nicht, weil ich nicht bin wie du. Ich bin faul und bequem und ängstlich. Eine Reise in ein Land, dessen Namen ich nicht einmal aussprechen kann, wäre entsetzlich für mich, aber für dich wäre es das Spannendste, das dir passieren kann. Die Dorfidylle stört mich nur deshalb nicht, weil sie immer gleich bleibt. Ich muss nichts an ihr ändern, ich muss nicht nachdenken, ich habe meinen festen Platz und weiß, was von mir erwartet wird. Das ist einfach, sicher und es hat mir gefallen. Ich bin nur ein Angsthase, du warst ein Entdecker und ich weiß jetzt, dass ich dich hätte bewundern sollen.
Wahrscheinlich habe ich dich nie so ernst genommen, wie ich es hätte tun müssen. Ich dachte immer, wir beide würden ewig hier bleiben, alt werden, später unsere Kinder auf die Dorfschule schicken und sie nachmittags zum Fußballtraining fahren. Das war meine Vorstellung von uns. Sie war hier, unsere Zukunft war hier, und für mich war das in Ordnung. Dich hätte so ein Leben wahnsinnig gemacht. Selbst wenn du es gelebt hättest, du wärst unzufrieden gewesen, du wolltest reisen, entdecken, sehen, einfach weg. Ich glaube, langsam wird mir klar, dass das alles dein Ernst war, nicht bloß Teenagerfantastereien. Genau so wolltest du dein Leben und nicht anders. Ich dachte früher, du änderst deine Meinung, wenn wir die Schule hinter uns haben oder das Studium. Aber du hättest deinen Traum nie aufgegeben, das weiß ich jetzt. Und ich könnte meinen Kopf gegen die Wand schlagen, weil ich dich nie dabei bestärkt und unterstützt habe, deinen Traum zu verwirklichen. Ich hab ihn immer kopfschüttelnd als unrealistisch abgetan und ihn damit zerstört. Es tut mir Leid.
Manchmal denke ich darüber nach, was passiert wäre, wenn du wirklich weggegangen wärst. Nach Berlin, Schweden, China, was weiß ich. Du hättest dir alles angesehen, den Glanz jeder neuen Stadt in dich aufgenommen, ihn eingesogen wie ein Schwamm. Wahrscheinlich hättest du mir Postkarten geschickt, du hast es selber geliebt, welche zu bekommen, die bis zum Rand bekritzelt gewesen wären. Du hattest immer viel zu erzählen, also hättest du sicher auch ein Notizbuch mitgenommen. Und eine Kamera. Vielleicht wärst du alle paar Monate nach Hause gekommen, um mir Bilder zu zeigen, mir Geschichten zu erzählen. Dann hättest du dich umgesehen, die Dorfidylle höflich belächelt und wärst nach einer Woche wieder geflohen, in die Weite der Welt, die dir mehr zu bieten hat, als deine tödlich langweilige Heimat. Du wärst wieder losgezogen, neue Abenteuer zu erleben, neue Städte zu sehen, neue Menschen zu treffen. Ich hätte dich vermisst. Aber du wärst sehr glücklich gewesen.
Der Gedanke spukt immer wieder in meinem Kopf herum. Du wärst glücklich gewesen. Ich kann an nichts anderes denken, auch wenn ich eigentlich zuhören müsste. Der Pastor erzählt von dir, von deiner Kindheit. Wie fleißig du dich immer am Konfirmandenunterricht beteiligt hast. Dass du beim Fußballverein warst, von klein auf, und im Schützenverein. Wie aufgeweckt und freundlich du warst, sprühend vor Lebensfreude. Und wie sehr du deine Heimat geliebt hast. Mir wird schlecht.
Während die Frau des Pastors an der kleinen Orgel der Dorfkirche zu spielen beginnt, erheben wir uns alle und gehen im Gänsemarsch nach vorne. Das halbe Dorf ist gekommen, um sich von dir zu verabschieden. Zuerst natürlich deine Eltern, dann deine Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen. Als ich an deinen Sarg trete, habe ich das Gefühl, dass mich alle anstarren. Ich kann sie ganz leise tuscheln hören, sein bester Freund, armer Junge, sagen sie.
Hey, flüstere ich heiser. Wie benommen starre ich dich an und obwohl das peinlich ist und wir uns mit sechs geschworen haben, das nie wieder zu tun, fange ich an zu weinen. Du liegst ganz ruhig da, trägst einen Anzug, der aussieht wie der von deiner Kommunion. Wir fanden schon damals, dass Anzüge eine blöde Sache sind, wir sehen verkleidet aus, wenn wir sie tragen. Ich lege das T-Shirt, das ich schon die ganze Trauerfeier über in der Hand gehalten habe, neben dich in den Sarg. Es ist dein Lieblingsshirt, von den Ärzten. Wir waren mal auf einem Konzert, mir haben sie ganz gut gefallen, aber du bist abgegangen wie nie zuvor. Deine absolute Lieblingsband, hast du immer gesagt. Vorsichtig berühre ich deine Hand mit den Fingerspitzen. Sie ist eiskalt. Trotzdem halte ich sie fest, es ist mir egal, ob die anderen Trauergäste unruhig werden, du bist mein bester Freund. Und mir ist halt gerade nach herumstehen und heulen. Nur ganz langsam lasse ich deine Hand wieder los. Es tut mir alles echt leid. Wirklich. Ich dachte ich wär ein guter bester Freund, aber wahrscheinlich habe ich das alles total verbockt. Tut mir Leid.
Ganz langsam trete ich zurück und mache Platz für die anderen, die mir nur mitleidige Blicke zu werfen und irgendwas von ‚Er war ja noch so jung‘ nuscheln. Ja, das war er. In einer Woche wäre er zwanzig geworden, wir wollten eine riesige Party schmeißen und tagelang feiern. Wieder merke ich, dass mir Tränen übers Gesicht laufen, aber das ist mir egal. Mir ist auch egal, dass iPod hören auf einer Beerdigung unhöflich ist, ich stecke mir die Stöpsel in die Ohren und suche mich durchs Menü. Alphabetisch geordnet und jedes Lied ordentlich mit Titel und Interpret beschriftet. Unwillkürlich muss ich grinsen. Es ist dein iPod. Du bist nie ein ordentlicher Mensch gewesen, außer was die Musik betraf. Den iPod hast geschenkt bekommen, aber weil du nicht damit umgehen konntest, hast du ihn mir gegeben und wir haben immer zusammen Musik gehört. Ich drücke auf Play und stelle die Lautstärke aufs Maximum. Du kannst Orgelmusik nicht ausstehen, davon hast du Kopfschmerzen bekommen. Aber die Ärzte konntest du immer hören, egal wie laut, egal in welcher Situation. Farin Urlaubs Stimme dröhnt in meinen Ohren und ich fange an mich zu entspannen. Ich denke daran, wie du immer begeistert über Bands und Musiker geredet hast, von denen ich noch nie gehört hatte, bis du sie auf den iPod gezogen und mir vorgespielt hast. Das meiste hat mir gefallen und es hat mich gefreut, wie du dich immer darüber gefreut hast.
Mit den anderen Trauergästen verlasse ich schweigend die Kirche, und ich weiß, dass sie drinnen deinen Sarg jetzt zuschrauben und verbrennen werden. Das war das einzige, was ich für dich tun konnte. Wir wollten beide schon immer verbrannt werden, wenn wir tot sind, weil das einfach cool war und für dich der Gipfel deiner Rebellion. Deine Eltern wollten dich natürlich beerdigen, einäschern kam nie in Frage für sie. Aber ich hab sie überzeugen können, wahrscheinlich, weil ich so elend und traurig aussah. Das war das mindeste, was ich für dich tun konnte, wo ich so ein mieser Freund war. Deine Mutter hat eine sehr schlichte, graue Urne ausgesucht, die einerseits deinen Geschmack trifft, andererseits aber auch ins Wohnzimmer auf den Kaminsims passt. Die Urne soll auch beim Leichenschmaus dabei sein, am Kopf des Tisches soll sie stehen. Das wird für immer ihr Schicksal sein, dein Schicksal, irgendwo herumstehen und angestarrt werden.
Bevor wir ins Gasthaus fahren, wo deine Eltern den größten Tisch reserviert haben, gehen alle Gäste noch einmal nach Hause, um wieder klar im Kopf zu werden und sich, wie in meinem Fall, die Tränen wegzuwischen. Ich stehe in meinem Zimmer, starre die Poster an, eins von den Ärzten, daneben Homer Simpson, im Regal darunter eine Flasche Korn. Die hast du mir mal geschenkt. An meinem Schrank kleben Fotos, von uns beiden, im Kindergarten, auf Klassenreise, beim Schützenfest, mit den Jungs vom Fußball. Ich reiße sie alle ab und stopfe sie in meine Sporttasche. Dann krame ich zwei Hosen, Pullover, T-Shirts, Socken und Boxershorts aus dem Schrank, der genauso unaufgeräumt ist, wie es deiner immer war. Ich nehme mein Portemonnaie, stopfe alles Kleingeld, das in meiner Spardose ist, rein und kontrolliere dreimal, ob mein Perso und meine EC Karte da sind, den Großteil meines Kommunionsgeldes hab ich immer noch auf der Bank.
Leise stelle ich die Tasche in den Kofferraum von meinem Auto. Blechbüchse hast du es genannt, Schrotti oder Klapperkiste. Wir beide haben ein Auto zum achtzehnten bekommen, der einzige Vorteil vom Dorfleben, deiner Meinung nach. Du hattest gut reden, du hast einen Fiat 500 gekriegt, einen neuen. Mein Ford Ka ist so alt wie ich. Aber er dient seinem Zweck. Ich erkläre meinen Eltern, dass ich fahren will, angeblich, damit sie was trinken können. Meine Mutter sagt nichts, nickt nur, sie denkt wahrscheinlich sie muss mich vorsichtig behandeln, in Watte packen, weil ich so benommen bin, so unsicher, wegen dir. Stimmt nicht, ich war mir in meinem ganzen Leben noch nie so sicher.
Im Gasthaus ist die Stimmung wie auf der Trauerfeier, bedrückt, ruhig, niemand traut sich laut zu reden. Warum auch immer. Du kannst es eh nicht mehr hören, wenn wir mal ehrlich sind. Die Urne steht am Ende des Tisches, akkurat in der Mitte, perfekt ausgerichtet. Wenn das wirklich du bist, dann müsste sie eigentlich irgendwo am Rand stehen, oder sofort umkippen. Wir hatten es halt beide nicht so mit Ordnung. Während die anderen noch im Vorraum leise tuscheln und Sekt trinken, gehe ich langsam zum Tisch. Ich weiß, dass das, was ich vorhabe, echt nicht okay ist. Das ist Diebstahl, oder Entführung, je nachdem wie man das sehen will, wahrscheinlich sogar beides. Der Raum hat eine Hintertür, die direkt zu den Parkplätzen führt, das weiß ich, weil wir hier einen Sieg gegen den Fußballclub vom Nachbardorf gefeiert haben. Du und ich natürlich mit viel Cola-Korn.
Vorsichtig lege ich eine Hand auf deine Urne, niemand sagt etwas, nichts passiert. Sie stehen noch immer im Vorraum. Jetzt zögere ich doch, das ist immerhin mehr als nur einer von den blöden Streichen, die wir uns früher ausgedacht haben. Aber dann denke ich an dich, an die vielen Atlanten, Reiseführer und Bilder von weit entfernten Ländern in deinem Zimmer, an dein Strahlen wenn du von einem neuen Ort erzählt hast, den du unbedingt sehen wolltest. Ich schwöre, ich fühle mich schrecklich, als ich mir deine Urne schnappe, dich, im Grunde, und mit ihr unter meinem Arm fluchtartig den Raum durch die Hintertür verlasse. Meine Hände zittern, sodass ich Angst habe, dich fallen zu lassen, während ich das Auto aufschließe. Vorsichtig schnalle ich dich auf dem Beifahrersitz an. Ein letztes Mal atme ich durch und fahre dann vom Parkplatz. Verdammt, ich habe gerade deine Asche gekidnappt. Dir scheint das allerdings nicht viel auszumachen. Ich schalte das Radio an, die Ärzte, natürlich und drücke das Gaspedal durch.
Die ganze Fahrt über schweigen wir, und es ist, als würden wir bloß von einer Party nach Hause fahren. Die Party war allerdings dein Leichenschmaus und statt die Landstraße in unser Dorf zu nehmen, fahre ich auf die Autobahn Richtung Berlin. Mein Handy habe ich auf lautlos gestellt, aber den Vibrationsalarm angelassen, so dass ich unweigerlich mitbekomme, dass deine und meine Eltern mich zigmal versuchen anzurufen. Ich bitte dich, mich daran zu erinnern, mein Handy auszumachen, wenn wir am Flughafen Berlin sind. Mit dem schwedischen Netz kenne ich mich nicht aus, aber ich wette, wenn ich drüben angerufen werde, wird das teuer für mich. Und ein Chinesisch-Wörterbuch muss ich auch kaufen, denn ich glaube kaum, dass du deins mitgenommen hast. Ich hoffe, es ist überhaupt erlaubt, Asche überall da zu verstreuen, wo du gerne gewesen wärst.
Du hast schon immer gesagt, dass du hier weggehen willst. Zeit deines Lebens bist du nie dazu gekommen. Jetzt ist es zu spät, singt Farin Urlaub, aber ich schüttele nur den Kopf. Für uns beide fängt das alles gerade erst an.

Cally
19.3.11 18:05


Helena



Draußen ist es kalt, ihre Jacke liegt im Haus, tief unten, in einem Stapel von Klamotten. Drinnen brennt das Licht, Martha kann die Umrisse der Menschen sehen, sie reden. Was die Anderen sagen versteht sie nicht, sie zu weit vom Haus entfernt, und sie will es auch nicht verstehen. Ihr ist nicht nach reden und ihr ist auch nicht nach Gesellschaft. Die ganzen Menschen, die sie nie zuvor gesehen hat, mit ihren verheulten Augen, in ihren schwarzen Kleidern. Diese Menschen mag Martha nicht und sie begreift ihr Verhalten nicht. Wie können die Anderen reden, wie können die Anderen lachen, wenn sie nicht einmal atmen kann. Ihre Finger umklammern das Amulett so fest, dass die Knöchel weiß hervortreten, sie spürt, wie sich die feinen, gravierten Linien auf der goldenen Oberfläche in ihre Finger drücken. Martha weint nicht und hat es auch noch nicht, doch ihre Augen brennen, als hätte sie seit Stunden nichts anderes getan. Zitternd hält sie das Medaillon in die Höhe, es baumelt an einer schmalen Kette. Vorsichtig drückt sie auf den Knopf an der Seite und schnappend springt das Amulett auf. In dem ovalen Anhänger stecken zwei Bilder, in jeder Hälfte eines. Das eine zeigt sie in Helenas Arm, als Baby, auf dem anderen ist sie schon älter, vielleicht zehn. Helena hat das Amulett jeden Tag getragen und abends lag es auf ihrem Nachttisch. Trotzdem haben sie es nicht mit ihr begraben, sie haben sie ganz ohne Kette in den Sarg gelegt. Marthas Mutter hat ihr das Amulett gegeben und gesagt, dass Helena bestimmt gewollt hätte, dass sie es bekommt. Langsam klappt sie den Anhänger wieder zu, betrachtet ihn eine Weile und legt sich die lange Kette dann um den Hals. Sie ist eiskalt und das Gold hebt sich deutlich von ihrem schwarzen Kleid ab. Helena hat schwarze Klamotten gehasst, aber das ist den anderen egal. Schweigend umklammern Marthas klamme Hände das Medaillon, dann steckt sie es unter ihr Kleid. Ein sanfter Nieselregen beginnt, die Tropfen glitzern auf dem Gras, Helena hat Regen geliebt. Eine Tür wird geöffnet, das Gerede der Leute erklingt lauter zu ihr hindurch. „Martha!“, ruft ihre Mutter, „Komm rein, wir unterhalten uns hier doch so nett. Und der verdammte Regen!“ Martha erhebt sich nur sehr langsam, Regentropfen laufen über ihre Wangen.

Cally
23.12.10 12:05


Jacques und Gladys - Teil 1



‚Wenn du bei mir bist
Strahlt der Schnee weißer
Ist die Sonne heller
Du bist gänzlich unverdorben
Bist wie der Schnee, so rein
Meine Gedanken
Fesseln deine Unschuld
Vergiss die Keuschheit
Ich will die Gier in deinen Augen sehen’

Er legte den Stift zur Seite. Im Raum wurde es merklich kühler, als ob besagter Schnee sich auf seine Haut gelegt hätte. Jacques schob den Stuhl zurück und ging zum Fenster. Es war fest verschlossen, obwohl draußen die Sonne noch einmal aus einem Herbst- einen strahlenden Sommertag machte. Barsch zog er den schweren Samtvorhang zu, sodass nur ein schmaler Streifen Licht auf den Holzboden des Zimmers fiel.
Schon als Kind war er furchtbar anfällig für Erkältungen, immer hatte er gefroren und ihm war immer eiskalt gewesen. Selbst im Sommer ging er nur selten nach draußen, und wenn, dann in warme Jacken gepackt. Lieber lag er in seinem Zimmer im Bett, gewärmt von Wärmflaschen und Decken, und schrieb mit klammen Fingern Gedichte in eines seiner schier unendlichen Notizbücher. Er besaß sie in allen Farben und mit vielen Mustern. Nichts war ihm heiliger gewesen als diese schmalen Büchlein, die er voller Eifer in wenigen Wochen bis auf die letzte Seite bekritzelte. Und noch heute nutzte er gerne Notizbücher, sie waren ihm lieber als einzelne Bögen Papier, die viel zu schnell verloren gingen, oder gar, er mochte gar nicht daran denken, Computer. Grausamer, neumodischer Schwachsinn, wenn es nach ihm ging. Langsam kehrte er zum Schreibtisch zurück und starrte auf sein neuestes Gedicht. Erneut nahm er den Stift auf und schrieb mit seiner schwungvollen, eleganten Schrift: Gladys darüber.
Gladys…
Sie würde bald zurückkommen, und er musste noch kochen. Nachdenklich ging er in die Küche. Gladys schien seine Welt tatsächlich zu ändern. Sie machte die Sonne heller und den Schnee weißer. Sie machte auch den Himmel blauer und ihr strahlendes Lachen brachte sein Herz zum schmelzen. Aber ob sie wirklich so unschuldig war, bezweifelte er stark. Eigentlich, so musste Jacques sich eingestehen, war sie alles andere als unschuldig. Sie konnte wahrlich ein verteufeltes Biest sein. Aber jeder der sie sah, musste überzeugt sein, es mit einem Engel zu tun zu haben.
Gladys war sehr klein, höchstens einen Meter neunundfünfzig. Von der Statur her eher schmal, wirkte sie unglaublich zerbrechlich. Ihr blondes Haar war so hell und strahlend, dass er es schon in so manchem Gedicht als flüssiges Gold betitelt hatte und ihre großen blauen Augen waren so tief und rein wie das Meer. Bücher hätte er füllen können mit Lobgesängen auf ihre rosig vollen Lippen und das wunderschöne Lächeln auf selbigen. Sie war Poesie, seine Muse, seine Inspiration, und für ihn, für seine Gedichte, war das Wort unschuldig untrennbar mit ihr verbunden.
Jacques entzündete das Gas, füllte Wasser in einen Topf, stellte ihn auf den Herd und schüttete einen Teelöffel Salz hinzu. Ein Seufzen entfuhr ihm. Gladys…Ihr Leben hätte so schön sein können. Er war schon immer ein bisschen sensibel und eigenwillig gewesen und niemand außer Gladys war ihm so nahe gekommen. Nur ihr hatte er sich geöffnet, seine Gefühle offenbart. Sie war die einzige, die ihn nahm wie er war, die ihn voll und ganz akzeptierte, die ihn liebte, auch wenn er sich nicht in der Lage sah, Liebe zu geben, sie war…
Die Eingangstür wurde zugeschlagen, er hörte das unverwechselbare Lachen.
„Jacques? Jacques, mein Traumprinz! Bruderherz, wo bist du?“
Sie war seine Schwester.

Cally

Ja, das ist jetzt nur der Anfang, ich werde es häppchenweise hochladen, denke ich. Oh, übrigens gefällt mir der Anfang besser als das Ende der Geschichte. (:
21.11.10 17:04


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